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Tiere einer Gruppe teilen weit mehr als nur ihr Revier - sie entwickeln Traditionen, die sich in unzähligen Nuancen ihrer Gewohnheiten, Vorlieben, Beziehungen und ihrer Kommunikation widerspiegeln. Diese Erkenntnis stellt die weit verbreitete Annahme infrage, dass Kultur eine ausschließlich menschliche Eigenschaft sei.Anhand der Japanmakaken, Belugas, Grünmeerkatzen und Hausrotschwänze lässt sich eindrucksvoll zeigen, wie vielfältig und einzigartig Kultur im Tierreich sein kann.
Jede dieser Arten hat ihre eigene, teils außergewöhnliche Art, einen Lebensraum zu teilen und Wissen weiterzugeben.
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Lange galt Kultur als eine besondere Eigenschaft des Menschen. Doch wissenschaftliche Fortschritte rütteln an diesem Bild. Forschungen zeigen, dass Tiere innerhalb einer Gruppe über Traditionen in unzähligen Variationen verfügen - und diese über Generationen hinweg bewahren.Vier Tierarten gewähren durch ihre unterschiedlichen, teils einzigartigen Formen des Zusammenlebens einen faszinierenden Einblick in die kulturelle Vielfalt des Tierreichs. Die Japanmakaken auf der Insel Kojima stechen durch ihre ungewöhnliche Gewohnheit hervor, Süßkartoffeln im Meerwasser abzuwaschen - während andere Gruppen im Land ganz eigene Traditionen pflegen. Im Osten Kanadas kehren jeden Sommer Belugas ins Mündungsgebiet des Sankt-Lorenz-Stroms zurück, wo sie sich in ausgewählten Gruppen zusammenfinden und sich auf verschiedene Bereiche ihres Sommerreviers verteilen.Beobachtet man das Verhalten einer bestimmten Population von Grünmeerkatzen in Südafrika, offenbaren sich erstaunliche kulturelle Unterschiede zwischen den Gruppen - obwohl sie dicht beieinander leben. Und in einem
Dorf in Zentralfrankreich zeigt die
Analyse der Gesänge von Hausrotschwänzen, dass kleine Verbände eigene
Dialekte entwickeln - selbst wenn sie nur wenige hundert Meter voneinander entfernt leben.
Hinweis
Synchronfassung
Personen
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