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Wie sieht der Weg der Tiere aus, deren Milch man trinkt und deren Fleisch man isst? Hühner aus Frankreich, Kälber für den Export nach Holland - Milliarden Nutztiere werden jedes Jahr in und aus der EU transportiert. Doch wie genau sieht der Weg dieser Tiere aus? Warum müssen Hühner mehr leiden als Schweine und Rinder? Was bringt das neue Tierschutzgesetz?
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Freitag, acht Uhr morgens, A1, südlich von Bremen. Die Polizei ist im Großeinsatz. Im Fokus: Tiertransporte. Viele der Tiere durchqueren Deutschland nur im Transit. Hühner auf dem Weg von Frankreich nach Polen oder Kälber für Exporte nach Holland, die am Ende über Umwege manchmal doch im Libanon landen. „Bei Transporten im Transit und Exporten schauen wir besonders genau hin“, sagt Dagny Schwan, Einsatzleiterin der Polizei. 1,6 Milliarden Tiere werden jedes Jahr in und aus der EU lebend transportiert. Rinder, Schafe, Schweine und vor allem Geflügel. Ein neues Tierschutzgesetz in Deutschland und eine neue EU-Tiertransportverordnung sollen die Tiere künftig besser schützen. Doch: Jedes Gesetz ist nur so gut, wie es in der Praxis zur Anwendung kommt. Autor Manfred Karremann blickt hinter die Kulissen. „Auf Transporten wird das Leid zwischen Stall und Schlachthof sichtbar“, berichtet er. Deshalb führt er die Zuschauer:innen in absolute Tabubereiche, in die normalerweise keine Kamera kommt.
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