Burgen und Schlösser in Österreich

Von der Wachau ins Mostviertel (Österreich, 2022)

bis 23:30
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • 20260309224500
VPS 22:45

Übersicht

Von Raubrittern und gefangenen Königen erzählen die Burgen in der Wachau und im Mostviertel. Ihre heutigen Burgherren haben kreative Nutzungsmöglichkeiten für die alten Gemäuer gefunden.

Themen

    Details

    Am Beginn der Reise von der Wachau ins Mostviertel steht ein geistliches Zentrum: Stift Göttweig in Furth bei Krems, das auf eine fast tausendjährige Geschichte zurückblickt. Als Teil der „Kulturlandschaft Wachau“ ist das Stift am Fuß des Dunkelsteinerwaldes UNESCO-Weltkulturerbe. In der Wachau unweit von Krems thront die Burgruine Dürnstein über der Donau. Weltberühmtheit erlangte Dürnstein, weil hier der englische König Richard Löwenherz auf der Rückreise vom Dritten Kreuzzug gefangen gehalten wurde. Rechtsanwalt Gottfried Thiery, der den steilen Burgweingarten am Fuße der Ruine betreibt und ein ehemaliges Kloster zu einem Beherbergungsbetrieb umgebaut hat, erklärt die Hintergründe der sagenumwobenen Gefangenschaft des einstigen Königs von England. Um die Burgruine Aggstein nur wenige Kilometer flussaufwärts ranken sich dunkle Sagen. Die Märchenerzählerin Dena Seidl führt durch die Burg und erklärt, inwiefern diese schaurigen Geschichten wahr oder erfunden sind. Die Geschichte der Schallaburg begann vor rund 1.000 Jahren, als sich Sieghard Graf von Schala eine Wohnburg mit Wehrcharakter errichten ließ. Heute ist das Schloss ein weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntes und bedeutendes Ausstellungszentrum. Der Geschäftsführer und Historiker Peter Fritz führt durch die historischen Gemäuer und in den einzigartigen Arkadenhof, den 1.600 majestätische Terrakotta-Figuren zieren. Weiter südlich im Mostviertel hat sich der Unternehmer Erich Podstatny einen Jugendtraum erfüllt. 2010 übernahm er die damals weitgehend verfallene Höhenburg Plankenstein und baute sie als klassische Ritterburg wieder auf. Die Burgkeramikerin Melanie hat schon weit mehr als tausend Keramikornamente an der Burg angebracht und der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Tausende Besucherinnen und Besucher zieht das jährliche Mittelalterfest an. Weit beschaulicher geht es nur wenige Kilometer südlich in der Weißenburg im Pielachtal zu. Die Burg aus dem 13. Jahrhundert verfiel im 19. Jahrhundert fast zur Gänze. 1975 hat sie der damals 22-jährige Absolvent der Wirtschaftsmathematik Stefan Zapotocky gemeinsam mit seiner Schwester erworben. In jahrzehntelanger Arbeit hat die Familie die bis zu vier Meter tief verschüttete Burgruine freigelegt und in großen Teilen wiederaufgebaut. Heute dreht sich auf der Burg alles um Musik. Der ehemalige Leiter der Wiener Börse ist gelernter Organist und spielt auch hier auf einer Kleinorgel. Die zahlreichen Instrumente im Haus hat er zum Teil selbst gebaut.

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