Wie eine Reihenhaus-Siedlung wirkt die Straßenfassade aus zahlreichen Spitzgiebeln.
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Wie eine Reihenhaus-Siedlung wirkt die Straßenfassade aus zahlreichen Spitzgiebeln.

Stettin hat sich mit seiner neuen Philharmonie prompt auf die europäische Landkarte katapultiert: Die mutige Architektur wurde mit dem Mies van der Rohe Award ausgezeichnet.

In Volumen und Traufhöhe orientiert sich der moderne Baukörper an seinem neogotischen Nachbarn.
Übersicht
Stettin, Dundee, Herford, Blaibach - sie gehören sicher nicht zu den begehrtesten Orten Europas. Und dennoch haben sie in den vergangenen Jahren international von sich reden gemacht - durch herausragende neue Kulturbauten. Stettin hat sich eine innovative, mutige Philharmonie geleistet, Dundee in den schottischen Lowlands konnte dank des Victoria und Albert
Museums von Kengo Kuma aus dem Schatten von Edinburgh treten und das kleine Herford in Ostwestfalen leistete sich einen echten Frank Gehry.
Blaibach - der kleinste und abgelegenste Ort unter den genannten - machte weltweit Furore durch sein radikales Konzerthaus von Peter Haimerl.
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Tourismus und Kreativwirtschaft als Wirtschaftsmotoren werden immer wichtiger in einer postindustriellen Welt. Das mussten ehemalige Industrie- und Hafen-Städte wie Bilbao im Baskenland, Stettin in Westpommern oder Dundee in den schottischen Lowlands schmerzhaft erfahren. Sie waren gezwungen, sich neu erfinden, um als Wohn- und Arbeitsort, als Wirtschaftsstandort und Reiseziel attraktiv zu sein.
Wie ist ihnen das gelungen? - Stettin hat sich durch seine Philharmonie mit ihrer mutigen
Architektur prompt auf die europäische Landkarte katapultiert. Das ikonische Konzerthaus füllte eine Lücke im
Stadtbild und in der Kulturlandschaft der Region und wurde 2015 mit dem höchsten Architekturpreis Europas, dem Mies van der Rohe Award, ausgezeichnet.
Dundee konnte den japanischen Stararchitekten Kengo Kuma dafür gewinnen, einen fulminanten Museumsbau an den Firth of Tay zu setzen. Der voluminöse Baukörper wirkt elegant durch seine schrägen, dynamischen Fassaden und die vielen Rücksprünge und Einschnitte. Er fügt sich ein in die neugestaltete Uferlandschaft mit einer großen Esplanade, einem Spielplatz und zwei Cafés. Wie in Bilbao war das Museum nur ein Teil größerer urbaner Erneuerungsmaßnahmen. Dennoch ist es zum Symbol des neuen, modernen Dundee geworden. Und trotz des wirklich anspruchsvollen Ausstellungsprogramms des Victoria und Albert Museums in Dundee kommen 40 Prozent aller Museumsbesucher nur wegen der Architektur in die abgelegene Stadt.
Die zweite Folge zeigt außerdem, wie das kleine ostwestfälische Herford und das noch kleinere Blaibach tief im Bayerischen Wald dank neuer Kulturbauten große Aufwertung erfahren haben.
Hinweis
Museen, Konzerthallen, Opernhäuser - sie sind Leuchttürme der Stadtlandschaften. Immer mehr Städte leisten sich ikonische Prachtbauten von Stararchitekten. Je größer und spektakulärer, desto besser.
Sie sollen Touristen anziehen. Die Wirtschaft ankurbeln. Den Bürgerstolz wecken. Den Stadtraum beleben. Sind diese teuren Signature Buildings das viele Geld auch wert? Können sie Städte wirklich reicher, attraktiver, selbstbewusster machen? Gibt es ihn - den vielbeschworenen Bilbao-Effekt? Die vierteilige Reihe geht dieser Frage anhand von Beispielen aus der ganzen Welt nach.Online verfügbar von 31/01/2025 bis 23/03/2026
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Top-Spielfilm am 09.03.
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Zwei Freundinnen, eine Hausfrau und eine Kellnerin, wollen ein Wochenende ohne ihre Männer verbringen. Aber sie geraten bei diesem Versuch, ihre Freiheit zu finden, in unvorhergesehene Probleme. Als eine der beiden von einer Kneipenbekanntschaft fast vergewaltigt wird, erschießt die andere den Mann. Fortan werden sie vom FBI gejagt. Doch sie streben kompromisslos ihre Freiheit an ... Das...
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