Wilde Zeiten. Das letzte Jahr der DDR

Deutschland, 2025
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Zeitgeschichte
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"Wenn sie rosten, ab in den Osten". Im letzten Jahr der DDR ist alles möglich: Der Hunger nach Autos aus dem Westen ist so groß, dass selbst Schrottwagen Rekordpreise erzielen. Einen TÜV gibt's in der DDR nicht.

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    Als 1989 die Mauer fällt, ist nichts mehr so wie vorher. Das Jahr bis zur Wiedervereinigung ist wild, verrückt und chaotisch. Keiner weiß, was die Zukunft bringt, alles scheint möglich. Nach 40 Jahren sozialistischer Diktatur bricht plötzlich die staatliche Kontrolle weg. Viele DDR-Bürger fühlen sich befreit, viele aber auch verunsichert und alleingelassen. Im ganzen Land herrscht eine Stimmung zwischen Aufbruch und Anarchie. Die Erstürmung der Stasi-Zentrale in Ostberlin geht um die Welt. Aber die Bürger der DDR räumen auch anderswo auf. Parteichefs, Bürgermeister und Schuldirektoren werden aus ihren Ämtern gefegt. Die Volkspolizei ist höchstens noch geduldet, längst nicht mehr respektiert. In Ostberlin tanzen Tausende in verlassenen Kellern am Todesstreifen, ehemaligen Bunkern und Industrieruinen. Techno wird das große Freiheitserlebnis, vereint Ossis und Wessis in Trance. Auch Wohnungsbesetzungen sind ein Phänomen dieser Zeit. Allein in Berlin entstehen im Sommer 1990 über 100 solcher „Hausprojekte“. Freiheit endlich auch beim Thema Sex: Überall in der noch-DDR schießen Sexshops aus dem Boden. Mit Dildos, Pornofilmen und Dessous erzielen die neuen Erotikläden Rekordverkäufe. Der Kaufrausch nach bunten Waren aus dem Westen macht auch vor Gebrauchtwagen nicht halt. Schrottautos aus dem Westen werden zu völlig überhöhten Preisen im Osten verhökert. „Wenn sie rosten, ab in den Osten!“, heißt es unter Autohändlern. Zeitzeugen aus Ost und West, darunter die Schauspielerin Christiane Paul und Jimmy Hartwig, damals erster Fußballtrainer aus dem Westen in der DDR, berichten über die „Wilden Zeiten“ im Jahr nach dem Mauerfall.

    Hinweis


    Top-Spielfilm am 24.01.

    Spielfilm

    arte 14:00: Krieg und Frieden
    arte
    14:00

    14:00:arte Krieg und Frieden

    War and Peace, Italien / USA 1956

    arte, 14:00-17:25 Uhr

    Russland zur Zeit der napoleonischen Kriege: Im September 1812 erobern die Truppen des französischen Kaisers Moskau. Der Film zeichnet das Porträt einer Familie - und zugleich ein opulentes Bild der russischen Gesellschaft jener Epoche. King Vidors opulente Verfilmung (1956) von Leo Tolstois Klassiker der Weltliteratur, starbesetzt mit Audrey Hepburn und Henry Fonda.Rauschende Feste prägen die...
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