42 - Die Antwort auf fast alles

Werden wir nach Amasia ziehen? (2023)

bis 07:30
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Am sogenannten Mittelozeanischen Rücken bildet sich neuer Meeresboden - etwa so, wie bei einer Rolltreppe Elemente aus dem Boden fahren.


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Am sogenannten Mittelozeanischen Rücken bildet sich neuer Meeresboden - etwa so, wie bei einer Rolltreppe Elemente aus dem Boden fahren.


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Erdwissenschaftlerin Hannah Davies vergleicht den Aufbau und die Zusammensetzung des Erdinneren mit einem gekochten Ei.


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Geologen wie Ulf Linnemann puzzeln aus im Gestein enthaltenen Informationen zusammen, wie die Erde einst aussah - und welche Bedingungen auf ihr geherrscht haben.


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Das Innere der Erde als Eintopf: Die Kräfte, die Karotten und Brokkoli aufsteigen und absinken lassen, sind der Motor der Kontinentalwanderung, sagt Erdwissenschaftlerin Hannah Davies.


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Ein Superkontinent-Szenario heißt Amasia und würde uns zum Nordpol bringen.


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Paläontologe Steve Brusatte weiß, wie sich das Leben auf der Erde an die wechselnden Bedingungen angepasst hat. Dadurch lassen sich Voraussagen für zukünftige Superkontinente treffen.


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Die Erde im ständigen Wandel: Pangaea war bislang der letzte Superkontinent der Erde.

Übersicht

Der größte Umzug unseres Lebens ist der, den wir gar nicht mitbekommen: Die Kontinente der Erde sind in Zeitlupen-Dauerbewegung, der Planet über lange Zeit in ständiger Veränderung. Seit einigen Jahrzehnten entwickeln wir ein Verständnis dafür, wo es hingehen könnte: Wir alle ziehen auf einen Superkontinent, der den Großteil aller Landmassen vereint. Amasia könnte er heißen ...

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    Details

    Südamerika und Afrika sehen auf Weltkarten aus wie Teile eines verrutschten Puzzles. Das ist vermutlich jedem schon mal aufgefallen. Der deutsche Meteorologe Alfred Wegener hat davon ausgehend erst vor einem guten Jahrhundert die Theorie des Kontinentaldrifts entwickelt. Die Idee, dass die Landmassen der Erde einst verbunden waren und die Kontinente sich über den Erdball bewegen hat damals Schlägereien zwischen Anhängern und Gegnern verursacht. Ein paar Forschungsjahrzehnte später ist klar, wie sehr der Planet sich ständig verändert. Das Gestein, aus dem die Erdkruste besteht, lässt Geologen wie Ulf Linnemann die Vergangenheit des Planeten rekonstruieren. „Inzwischen gehen wir davon aus, dann es einen Superkontinent-Zyklus gibt“, sagt er: Über hunderte von Millionen Jahren bilden sich auf der Erde Megakontinente und brechen wieder auseinander. Pangaea, die Heimat der Dinosaurier, war der bislang letzte. „Ihre Welt hat sich extrem von der heutigen unterschieden“, erklärt Paläontologe Steve Brusatte. Die Kräfte im Erdinneren, die den Kontinentaldrift antreiben, verändern die Zusammensetzung der Atmosphäre, das Klima, die Lebensbedingungen. Aus dem, was wir inzwischen über die Vergangenheit wissen, versuchen Erdwissenschaftlerinnen wie Hannah Davies Prognosen abzuleiten, wo unsere Reise diesmal hingeht und wie es dort sein wird. Die Szenarien reichen von „sehr heiß“ bis „sehr kalt“ und sind noch mit großen Unsicherheiten behaftet. Aber so ungemütlich es durch den globalen Umzug auch wird - er scheint den entscheidenden Unterschied zwischen der belebten Erde und dem kargen Nachbarplaneten Mars auszumachen.

    Hinweis


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