Wie fest die Vorstellung von Magie und magischer Kraft in den Köpfen der Menschen verankert waren, zeigen die Funde von einem alten Richtplatz bei Bad Belzig. Verschiedene Abwehrmaßnahmen - wie die Bestattung mit dem Gesicht nach unten - sollen Tote daran hindern, sich an den Vollstreckern zu rächen.
Wie fest die Vorstellung von Magie und magischer Kraft in den Köpfen der Menschen verankert waren, zeigen die Funde von einem alten Richtplatz bei Bad Belzig. Verschiedene Abwehrmaßnahmen - wie die Bestattung mit dem Gesicht nach unten - sollen Tote daran hindern, sich an den Vollstreckern zu rächen.
Einer der wenigen, die ihre Stimme gegen die Hexenverfolgung erhoben, ist der katholische Geistliche Friedrich Spee von Langenfeld, der vor einer Frau (Komparsin) kniet. Damit läuft er Gefahr, selbst ins Visier der Hexenjäger zu geraten.
Not und Elend in Folge des Dreißigjährigen Krieges befeuern den Hexenwahn. Die angeblichen Hexen, hier zwei Frauen (Komparsen) sollen als Sündenböcke herhalten.
Auslöser der Anklage gegen die "Bader-Ann" ist die Aussage eines Nachbarn. Er behauptet, sie habe seinen Sohn "malefitisch infiziert".
Wer sich im Verhör nicht als Hexe bekennt, wird gefoltert. Zehn Tage lässt man die "Bader-Ann" (Komparsin) immer wieder foltern, bis sie alles gesteht, was die Richter hören wollen.
Zum Ablauf der Folter gehörte es, dass den Beschuldigten die Instrumente zunächst nur gezeigt wurden, in der Hoffnung, sie damit so einzuschüchtern, dass sie sofort gestehen würden. Im Nürnberger Lochgefängnis steht Moderator Mirko Drotschmann vor einer Wand mit Foltergeräten. Viele Foltergeräte wie Daumenschrauben, Seilwinde oder Streckbank sind noch gut erhalten.
In der Bamberger Stadtbibliothek steht Mirko Drotschmann, in der über achthundert Verhörprotokolle lagern. Sie zeugen von einem der dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte.
1680 ist die große Welle der Hexenverfolgung eigentlich schon vorbei. Doch in dem kleinen beschaulichen Veringenstadt in Süddeutschland soll eine Hexe ihr Unwesen treiben.
Als bekannter Treffpunkt für Hexen gilt der Brocken im Harz. Auf dem "Blocksberg" sollen die Hexen mit dem Teufel getanzt und Hexensabbat gefeiert haben.
So selbstverständlich wie der Hexenglaube, ist der Glaube an natürliche Kräfte. Spezielle Abwehrzauber und magische Praktiken sollen Schutz bieten gegen die Hexen.
Normalerweise müssen Scharfrichter außerhalb der Stadt leben. In Nürnberg behilft man sich mit einer Zwischenlösung - die Dienstwohnung liegt auf einer Brücke über dem Wasser.
Wie auch bei der "Bader-Ann" (Komparsin) aus Veringenstadt, trifft die Hexenanklage meist Frauen und Männer die alt, arm und alleine sind.
Im alten Rathaus von Veringenstadt wurde 1680 die Verhandlung gegen die der Hexerei beschuldigte "Bader-Ann" geführt. Die Prozess-Akten, die Moderator Mirko Drotschmann einsieht, sind bis heute erhalten geblieben.
Im Keller des alten Rathauses in Nürnberg geht Mirko Drotschmann durch eines der wenigen aus dem Mittelalter noch erhaltenen Lochgefängnisse. Hier wurden viele, der Hexerei Angeklagte, eingekerkert.
| Moderator: | Mirko Drotschmann |
| Sender | Datum | Uhrzeit | ||
|---|---|---|---|---|
| ZDFneo | Sa 7.2. | 13:10 | Eine kurze Geschichte über ... Die Hexenverfolgung | Sendung zum Merkzettel hinzufügen |
| ZDFinfokanal | Fr 13.2. | 10:45 | Eine kurze Geschichte über ... Die Hexenverfolgung | Sendung zum Merkzettel hinzufügen |
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