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Als Boris Berezovsky 1987 beim Internationalen Klavierwettbewerb in Leeds den Vierten Preis errang, waren viele überrascht. Dass er drei Jahre später den Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb gewann, überraschte niemanden mehr. Das macht zweierlei deutlich. Erstens: Jeder Wettbewerb ist eine Lotterie (da Musik eine höchst subjektive Kunst ist, sind auch Musiker höchst subjektiv; ihnen eignet eine gewisse Unwägbarkeit, sind sie doch keine homogene Gruppe, sondern ein Konglomerat von Individuen mit zum Teil höchst unterschiedlichen Meinungen). Zweitens: Boris Berezovsky steht als Pianist und Musiker niemals still. Trotz seiner phänomenalen Technik, seines immensen musikalischen Wissens und seiner breit gestreuten Vorlieben und Interessen hört er nicht auf zu lernen. Als Oscar Wilde befand, dass sich „nur mittelmäßige Begabungen entwickeln“, bewies er - wie so oft - mehr Witz als Urteilsvermögen . Berezovsky ist niemals eine mittelmäßige Begabung gewesen und hat sich trotzdem konsequent weiterentwickelt. Und obwohl in der Musik solche Kategorien nur selten hilfreich sind, ist es durchaus möglich, ja wahrscheinlich, dass der Berezovsky von 1990 tatsächlich „besser“ war als der von 1987. In Leeds war er schließlich auch erst achtzehn.
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Top-Spielfilm am 13.01.
Spielfilm
Die mittellose exilrussische Gräfin Natascha versteckt sich an Bord eines Schiffes in der Kabine des Milliardärs Ogden Mears. Als das Schiff den Hafen von Hongkong verlässt, müssen sich die beiden mit diesem Zusammenleben abfinden: Ein aberwitziges, zunehmend amouröses Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Letzte Regiearbeit von Charlie Chaplin (1967), mit Sophia Loren und Marlon Brando.Die...
Die Gräfin von Hongkong