42 - Die Antwort auf fast alles

Wie monogam ist der Mensch? (Deutschland, 2025)

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In Deutschland und Frankreich hat knapp die Hälfte der Männer angegeben, schon einmal untreu gewesen zu sein, die Zahl der Frauen ist inzwischen vergleichbar. Die Scheidungsrate ist heute um ein Vielfaches höher als im Jahr 1960.


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In Deutschland und Frankreich hat knapp die Hälfte der Männer angegeben, schon einmal untreu gewesen zu sein, die Zahl der Frauen ist inzwischen vergleichbar. Die Scheidungsrate ist heute um ein Vielfaches höher als im Jahr 1960.


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Laut einer Studie sind in Deutschland besonders die unter 30-Jährigen offen für nichtmonogame Beziehungsformen. Fast die Hälfte glaubt, dass es künftig mehr offene Beziehungen geben wird.

Übersicht

Monogamie - ein lebenslanges Liebesversprechen oder ein überholtes Ideal? Trotz hoher Scheidungsraten und zunehmender Akzeptanz alternativer Beziehungsformen bleibt Monogamie für viele Menschen ein emotionaler Anker. Die Wissenschaft zeigt: Monogame Bindungen haben evolutionäre Wurzeln, sind aber stark geprägt durch gesellschaftliche Normen und kulturelle Zwänge. Studien belegen, dass Beziehungsglück nicht ausschließlich an sexuelle Exklusivität gebunden ist. Und da viele Zwänge weggefallen sind, ist Monogamie ein Beziehungsmodell im Wandel.

Themen

    Details

    Monogamie ist ein kulturelles Ideal und gleichzeitig ein komplexes biologisches Phänomen - und gilt für viele als das Beziehungsmodell der Wahl. Doch die Realität sieht anders aus: Die Hälfte aller Ehen in Deutschland und Frankreich scheitern, Untreue ist einer der häufigsten Trennungsgründe und alternative Formen wie offene Beziehungen gewinnen an Bedeutung. Warum gelingt es oft nicht, ein Leben lang sexuell treu zu lieben? Expertinnen und Experten erklären, dass Monogamie im Tierreich selten und eher an Umwelteinflüsse gebunden ist, etwa bei Vögeln, die gemeinsam Brutpflege betreiben, oder bei isoliert lebenden Gibbons. Entscheidende genetische Mechanismen, die Paarbindungen unterstützen, sind uralt und in vielen Arten vorhanden, jedoch selten lebenslang exklusiv. Beim Menschen wirken zusätzlich soziale, kulturelle und religiöse Normen, die Monogamie absichern: Sesshaftigkeit, Besitz, Erbfolge und religiöse Sakramente schufen jahrtausendealte Strukturen, die bis heute prägend sind. Doch die Idealisierung der lebenslangen Treue wird zunehmend hinterfragt. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die Zufriedenheit mit einer Beziehung nicht zwangsläufig an sexuelle Treue gebunden ist. Familienmodelle jenseits der klassischen Monogamie zeigen oft ein gleichwertiges oder sogar besseres Vertrauen der Partner. Was bleibt, ist die Suche vieler Menschen nach Nähe, Sicherheit und Geborgenheit - und doch ringen sie mit den Zwängen eines Modells, das im Wandel ist. Vielleicht ist es an der Zeit, Liebe neu zu denken und sich mehr miteinander auszutauschen, wie man die Partnerschaft ein Leben lang führen will.

    Hinweis

    Online verfügbar von 09/01/2026 bis 21/12/2028

    Personen

    Regie:Barbara Weber

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