Oliver Stone, Regisseur der Kontroversen

Frankreich, 2024
bis 00:55
Künstlerporträt
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260216000000
VPS 00:00

Oliver Stone ist das schlechte Gewissen Amerikas: Der Regisseur, der seinem Land gerne den Spiegel vorhält, nutzt seine Filme für die Suche nach Wahrheit.


Bildauswahl:


Bild 1

Oliver Stone ist das schlechte Gewissen Amerikas: Der Regisseur, der seinem Land gerne den Spiegel vorhält, nutzt seine Filme für die Suche nach Wahrheit.


Bild 2

Der Vietnamkrieg war für Oliver Stone Trauma und Erkenntnis zugleich. Diese tiefe Wunde inspirierte ihn zu den Filmen, in denen die USA zum Hauptdarsteller wurden.


Bild 3

Vor allem Oliver Stones jüngeres dokumentarisches Werk hat immer wieder für Schlagzeilen gesorgt und ihn zu einer umstrittenen Persönlichkeit auch außerhalb der USA gemacht.

Übersicht

Oliver Stone ist Amerikas schlechtes Gewissen. Der Regisseur, der seinem Land gerne den Spiegel vorhält, lebt das Kino als geradezu obsessive Suche nach der Wahrheit. Diese Obsession hat ihren Ursprung im Vietnamkrieg und in der Ermordung John F. Kennedys - zwei Traumata, die das Land für immer verändert haben. Die Dokumentation zeichnet das Porträt eines erfolgreichen, aber auch umstrittenen Regisseurs, der auf seiner unablässigen Suche nach Wahrheit die Geschichte eines Landes erzählt, das sich seiner eigenen Wirklichkeit lange nicht stellen wollte.

Themen

    Details

    Soll man jede Wahrheit aussprechen? Diese Frage stellt sich unweigerlich beim Blick auf das Werk von Oliver Stone. Der engagierte und dezidiert politische Filmemacher hat in seiner mit drei Oscars gekrönten Karriere unermüdlich die Lügen der USA aufgedeckt - die des Staates, der die Scheinheiligkeit der amerikanischen Demokratie und ihre Machtgier zu vertuschen sucht, ebenso wie jene des Liberalismus mit seinem Versprechen von Wohlstand für alle. Auch das Showbusiness nimmt er ins Visier - seine Lügen, seine Verherrlichung von Oberflächlichkeit und Konsum. Die Suche nach der Wahrheit durchzieht Stones Werk - von den 1980er-Jahre-Filmen wie „Platoon“, „Geboren am 4. Juli“, „Salvador“ und „Wall Street“ über die 1990er mit „JFK - Tatort Dallas“ und „Natural Born Killers“ bis hin zu „Snowden“ (2016). In den teilweise autobiografischen Filmen „Platoon“ und „Geboren am 4. Juli“ verarbeitet er seine Erinnerungen an den Vietnamkrieg, an dem er als 20-Jähriger freiwillig teilnahm. Vietnam war für den jungen Stone - wie für sein Land - Trauma und Erkenntnis zugleich: eine tiefe Wunde, die ihn prägte und zu Filmen inspirierte, in denen die USA zur Hauptfigur wurden. Sein Wille, trotz aller Widerstände und Kritik beharrlich die Schattenseiten Amerikas zu zeigen, brachte ihm große Erfolge - aber auch Rückschläge, den Ruf eines Verschwörungstheoretikers und den allmählichen Rückzug aus dem Hollywood-Mainstream ein. Vor allem sein dokumentarisches Spätwerk hat wiederholt für Schlagzeilen gesorgt und ihn auch international zu einer umstrittenen Figur gemacht.

    Hinweis

    Synchronfassung

    Personen

    Regie:Amine Mestari


    TVinfo
    X