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Nach sechs Jahren hat der Schweriner Zoo endlich wieder Löwen. Für die vier ist extra ein neues Gehege gebaut worden, das Rote-Liste-Zentrum. Hier sollen sich der Kater aus Frankreich und die Katzen aus London wohlfühlen und Nachwuchs bekommen. Doch erst einmal müssen sie sich im neuen Zuhause einrichten und langsam näher kommen. Mit der Löwenliebe ist es nicht so einfach.
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Nach sechs Jahren gibt es im Schweriner Zoo endlich wieder Löwen. Für die vier Raubkatzen ist extra ein neues Gehege gebaut worden, das Rote-Liste-Zentrum.
Zwei kalte Abende im Frühjahr: Erst kommt Löwenkater Shapur aus Frankreich an, sechs Wochen später erreichen auch die Raubkatzen-Schwestern Heidi, Rubi und Indi aus London Schwerin. Sie werden seine neuen Mitbewohnerinnen. Alle vier Exemplare sind vom Aussterben bedrohte Asiatische Löwen. Weltweit gibt es noch rund 600 von ihnen, nur noch 300 leben in freier Wildbahn in Indien in einem Reservat so groß wie die Insel Rügen.
Die vier Löwen sind nach dem europäischen Zuchtbuch ausgesucht, damit sie im besten Fall gesunde Nachkommen zeugen. In Zeiten, in denen die Lebensräume von wilden Tieren immer kleiner werden, ist das oft die einzige Möglichkeit, die Art zu erhalten, bis vielleicht irgendwann wieder Individuen ausgewildert werden können.
Aber die vier Löwen sind sensible Raubtiere, müssen sich eingewöhnen und einander ganz sachte kennenlernen. Da darf nichts schiefgehen, sonst wird das nichts mit den kleinen Löwenbabys in Schwerin. Von der Ankunft bis zur ersten Begegnung, es dauert, bis sich Löwenliebe entwickelt.
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| Redaktion: | Birgit Müller |
| von: | Christoph Kümmritz |