Augenmalerei, Käthe Kruse Manufaktur, Donauwörth, 2025
Bildauswahl:

Augenmalerei, Käthe Kruse Manufaktur, Donauwörth, 2025

Erste Puppenwerkstatt von Käthe Kruse in Bad Kösen, um 1913

Käthe Kruse mit ihren Puppen, um 1925

Käthe-Kruse-Puppe "Michel", um 1912
Übersicht
Puppen zum Liebhaben - Das war das Lebensthema von Käthe Kruse, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Puppenherstellung revolutionierte. Für die siebenfache Mutter war das Bedürfnis nach Nähe und Berührung zentral. Mit ihren handgefertigten, dem Kleinkind nachempfundenen Puppen stieg sie in einer von Männern dominierten Gesellschaft zu einer erfolgreichen Unternehmerin auf.
Themen
Details
In einer Zeit der Industrialisierung und Uniformisierung fühlte Käthe Kruse (1883-1968) sich intensiv in die Welt der Kinder ein. Ihr Lebensweg entsprach dabei kaum den traditionellen Erwartungen an Frauen. Nach einer kurzen Karriere als Schauspielerin lebte sie als junge Mutter alleinerziehend mit ihren beiden kleinen Töchtern in einer Freidenkerkolonie bei Ascona in der Schweiz. Dort kam sie mit verschiedenen Reformbewegungen in Berührung. Das naturnahe Leben prägte sie. Ihre weichen, handgefertigten Puppen, die die natürliche Schönheit und Individualität von Kindern widerspiegeln, waren ein Ausdruck dieser Ideale.
Anhand der Lebensgeschichte von Käthe Kruse zeigt die Dokumentation, dass Puppen immer auch ein Spiegel ihrer Zeit sind. Sie bilden Familie und Gesellschaft im Kleinen ab. Damit sind sie auch anfällig für ideologische Einflüsse. Die Kriegs- und Krisenzeiten überstand die Puppenmacherin mit immer neuen Geschäftsideen und Anpassung an die politischen Verhältnisse. So schuf sie während des Dritten Reiches auch Puppen in NS-Uniform. Dem Fortbestand ihres Unternehmens ordnete sie alles unter. Dazu gehörte auch der Mut, gegen den damals größten Spielzeughersteller zu klagen, der ihre Puppen kopiert hatte.
Käthe Kruses Leben war voller Widersprüche: Als Mutter und Ehefrau vertrat sie traditionelle Werte, aber ihre Beziehung lebte sie unkonventionell. Als Unternehmerin war sie emanzipiert, mit ihren Puppen jedoch passte sie sich an die Familien- und Weiblichkeitsvorstellungen ihres bürgerlichen Publikums an.
Hinweis
Audiodeskription
Personen
| Regie: | Maria Anna Tappeiner |
Top-Spielfilm am 12.03.
Spielfilm
Auric Goldfinger ist einer der reichsten Männer der Welt. Der Britische Geheimdienst vermutet, dass dieser millionenschwere Schurke hinter den Schmuggelgeschäften steckt, die die Goldschätze des Empire zusehends schrumpfen lassen. Er setzt seinen besten Agenten, James Bond, gegen ihn ein. Es gelingt es dem Super-Gangster, James Bond gefangen zu nehmen. Goldfinger plant gerade seinen größten...
James Bond 007 - Goldfinger