Die Landklinik: Leben retten in der Provinz

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Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260310001000
VPS 00:10

Janina Buhe (24) hat direkt nach der Schule eine Ausbildung im Wriezener Krankenhaus absolviert. Seit zwei Jahren arbeitet sie in der Notaufnahme der Klinik.


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Janina Buhe (24) hat direkt nach der Schule eine Ausbildung im Wriezener Krankenhaus absolviert. Seit zwei Jahren arbeitet sie in der Notaufnahme der Klinik.


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Gemeinsam durch die Krise: Das Team der Landklinik Wriezen kämpft um das Leben jeder Patientin und jedes Patienten. Von links: Anoop Puritipati (35, Assistenzarzt), Kai Wilke (42, Orthopäde und Unfallchirurg), Janina Buhe (24, Krankenpflegerin), Georg Bauer (58, Chefarzt).


Bild 3

Die Landklinik Wriezen in Märkisch-Oderland, nahe der polnischen Grenze, ist für viele Menschen die einzige medizinische Anlaufstelle in der Region.


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Janina Buhe (24) hat direkt nach der Schule eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Wriezener Krankenhaus absolviert. Seit zwei Jahren arbeitet sie in der Notaufnahme der Klinik.


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Anoop Puritipati (35) stammt aus der indischen Zehnmillionen-Metropole Hyderabad und lebt und arbeitet seit fünf Jahren in Wriezen. Er macht hier seine Facharztausbildung zum Gastroenterologen und will 2026 seine Prüfung ablegen.


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Oberarzt Kai Wilke (42) arbeitet als Orthopäde und Unfallchirurg im Krankenhaus. Er fährt mehrmals im Monat Notarzteinsätze - neben den 24-Stunden-Diensten auf der Station, im OP und in der Notaufnahme.


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Chefarzt Georg Bauer (58) leitet die Chirurgie am Wriezener Krankenhaus. Seine Herausforderung: unter immer schwieriger werdenden Bedingungen weiterhin gute Medizin zu gewährleisten, Nachwuchskräfte zu gewinnen und erfahrenes Personal in Wriezen zu halten.


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Julia Kraushaar (35) arbeitet seit 2016 am Wriezener Krankenhaus als Assistenzärztin und seit 2020 in der Chirurgie und ist als Notärztin tätig. Sie ist Mutter von zwei Kindern und will 2027 ihre Abschlussprüfung machen.


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Meghana Kurapati (30) stammt aus Indien und macht ihre Facharztausbildung in der Inneren Medizin am Krankenhaus Wriezen - genau wie ihr Ehemann Anoop Puritipati, der auch hier arbeitet. Werden die beiden hier in der Region sesshaft werden?


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Katja Thielemann leitet seit sechs Jahren den Klinikverbund Märkisch-Oderland. Mit aller Kraft kämpft sie darum, die Krankenhausreform umzusetzen und die Klinik zukunftssicher zu machen.


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Gemeinsam durch die Krise: Das Team der Landklinik Wriezen kämpft um das Leben jeder Patientin und jedes Patienten. Von links: Anoop Puritipati (35, Assistenzarzt), Janina Buhe (24, Krankenpflegerin), Georg Bauer (58, Chefarzt) und Julia Kraushaar (35, Assistenzärztin).


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Gemeinsam durch die Krise: Das Team der Landklinik Wriezen kämpft um das Leben jeder Patientin und jedes Patienten. Von links: Anoop Puritipati (35, Assistenzarzt), Kai Wilke (42, Orthopäde und Unfallchirurg), Janina Buhe (24, Krankenpflegerin), Georg Bauer (58, Chefarzt) und Julia Kraushaar (35, Assistenzärztin).


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Anoop Puritipati (35) stammt aus der indischen Zehnmillionen-Metropole Hyderabad und lebt und arbeitet seit fünf Jahren in Wriezen. Er macht hier seine Facharztausbildung zum Gastroenterologen und will 2026 seine Prüfung ablegen.

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    Details

    Das Krankenhaus in Wriezen nahe der polnischen Grenze, ist für viele die einzige medizinische Anlaufstelle in der Region. Rund um die Uhr wird hier operiert, behandelt und gerettet. Mit enormem Einsatz ringen die Mitarbeitenden nicht nur um die Leben der Patientinnen und Patienten, sondern auch um das Bestehen ihrer Klinik. Der „37°“-Zweiteiler begleitet ein Jahr lang den Klinikalltag und erzählt große Themen im kleinen Kosmos. Die Personalnot ist groß am schlecht angebundenen Wriezener Krankenhaus in Brandenburg, die Finanzen knapp, das Einzugsgebiet riesig, die Bevölkerung alt. Dazu sorgen steigende Kosten und die bundesweite Krankenhausreform für einen massiven Spar- und Umstrukturierungsdruck. Medizin auf dem Land folgt eigenen Regeln. Manche Patientinnen und Patienten müssen für ihre Behandlung bis zu 30 Minuten fahren, um medizinische Hilfe zu erhalten. Dasselbe gilt für das Notarztteam und den Rettungsdienst: Die Anfahrtswege sind lang und längst schon sind in Wriezen nicht mehr alle Eingriffe möglich. Die schweren Fälle versorgt Notarzt Kai Wilke (42) häufig nur notfallmäßig - und lässt sie dann, so schnell es geht, in größere Häuser verlegen. Der Orthopäde und Unfallchirurg fährt mehrmals im Monat Notarzteinsätze - neben den stressigen 24-Stunden-Diensten auf der Station, im OP und in der Notaufnahme. Er ist selbst hier geboren, verheiratet, hat zwei Kinder - und er hat sich bewusst für die Arbeit in der Provinz entschieden. Die leitende Anästhesie-Schwester Birgit Matthes (61) ist die dienstälteste Mitarbeiterin und so etwas wie die gute Seele des Hauses. Ihre Ausbildung machte sie noch zu DDR-Zeiten. Birgit hat den Wandel des Gesundheitswesens miterlebt: von überschaubaren Abläufen hin zu einem von immer mehr Effizienz und Kostendruck geprägten Alltag. Julia Kraushaar (35) ist im vierten Jahr ihrer Facharztausbildung zur Viszeralchirurgin, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Seit eineinhalb Jahren fährt sie außerdem als Notärztin Rettungseinsätze - und muss 24-Stunden-Dienste übernehmen. Ohne internationales Personal, wie die indischen Assistenzärzte Anoop Puritipati (35) und Meghana Kurapati (30) würde der Klinikbetrieb nicht funktionieren. - Wird das Ehepaar nach der Ausbildung in der Region sesshaft? Die 24-jährige Janina Buhe machte direkt nach der Schule ihre Ausbildung im Krankenhaus und arbeitet jetzt in der Rettungsstelle. Während es viele andere junge Menschen aus der Region in die Großstadt zieht, war das für sie nie eine Option. Geschäftsführerin Katja Thielemann (49) steht vor der gigantischen Herausforderung, die beschlossene Krankenhausreform umzusetzen und kämpft mit aller Kraft darum, die Klinik zukunftssicher zu machen. Kann sie diese Aufgabe bewältigen? Der erste Teil „Retter in der Provinz“ der zweiteiligen „37°“- Reportage zeigt eine Klinik, die funktioniert, weil Menschen bereit sind, über ihre Grenzen zu gehen. Er erzählt von Teamgeist, Nähe und Verantwortungsgefühl - in dramatischen Zeiten.

    Hinweis

    [Ton: Audiodeskription ]

    Personen

    von:Nadja Kölling


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