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Schwarze Löcher kennen wir als die Zerstörer schlechthin: Sie zerreißen Sterne, verschlingen Licht und krümmen die Raumzeit. Sie sind wie kein anderes Objekt im All. Gleichzeitig zählen sie zu den größten Energiequellen, die es im Universum gibt! Lässt sich diese Kraft nutzen? Steckt in Schwarzen Löchern die Superenergie der Zukunft - oder spielen wir mit dem Feuer?
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1963 entdeckte der Astronom Maarten Schmidt den Quasar 3C273 - ein winziges, aber unvorstellbar helles Objekt, das eine ganze Galaxie um sich herumschleudert. In seinem Zentrum: ein supermassives Schwarzes Loch, das als größte Energiequelle des Universums gilt. „Wir reden hier über die allergrößte Energiequelle, die wir kennen“, sagt Dr. Sarah Bosman, Kosmologin am Max-Planck-Institut für Astronomie. Könnten wir ein kleines Schwarzes Loch „erzeugen und isolieren, würde es die Erde für 150 Millionen Jahre mit Strom versorgen.“
Klingt fantastisch und abwegig zugleich, trotzdem, wie realistisch ist diese Vision? Seit über 50 Jahren gibt es Theorien, wie man Schwarze Löcher anzapfen könnte: durch das Abbremsen ihrer Rotation, das Nutzen der Hitze ihrer Plasmascheiben oder das Abfangen ihrer gewaltigen Energiesäulen. Klingt nach Science-Fiction - doch vor knapp hundert Jahren galt auch die Kernspaltung als unmöglich.
Doch was, wenn wir dieser Energiequelle gefährlich nah kommen? Im Frühjahr 2025 sorgten Schlagzeilen wie „Physiker erzeugt Schwarze-Loch-Bombe“ für Aufsehen. Stehen wir kurz davor, das größte - und riskanteste - Energiepotenzial des Universums zu entfesseln?
Hinweis
Online verfügbar von 15/03/2026 bis 14/03/2029
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