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Bosniens Bürger und der illegale Müll (2026)

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In Bosnien und Herzegowina wird Abfall vielerorts unkontrolliert in der Natur entsorgt. Laut Umweltbehörden gibt es über 1.000 wilde Müllkippen, die wenigen öffentlichen Deponien sind meist überlastet oder technisch veraltet. Die Folgen: Ungeklärtes Sickerwasser und Smog, was nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Anwohner gefährdet.

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    Omer Hujdur aus Vrapcici lebt nur 200 Meter von einer der umstrittensten Mülldeponien Bosnien und Herzegowinas entfernt - die Anwohner nennen die technisch veraltete Deponie von Mostar „Müllkippe des Todes“. Regelmäßig überprüfen er und seine Nachbarn die Anlage - und stoßen dabei auf erschreckende Zustände.Immer wieder brennt die Deponie direkt vor Omer Hujdurs Haustür. Besonders große Sorgen bereitet ihm, dass bei vielen seiner Nachbarn Krebs diagnostiziert wurde. Die Krebsrate der Gemeinde scheint überdurchschnittlich hoch. Gibt es einen Zusammenhang mit der Mülldeponie?Die meisten Mülldeponien in Bosnien und Herzegowina erfüllen nicht die EU-Umweltstandards. Als Ausnahme aber gilt die Deponie der Stadt Zenica: Hier wird das Sickerwasser gereinigt und das entstehende klimaschädliche Gas Methan kontrolliert verbrannt. Abfallwirtschaftsexperte Dr. Dzafer Dautbegovic aber weiß: Vielerorts wird Müll in Bosnien einfach unkontrolliert in der Natur entsorgt, nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von ganzen Städten und Gemeinden.So auch im idyllischen Städtchen Stolac. Seit sich die junge Biologin Berina Amidzic mit den ökologischen Folgen der wilden Müllkippe ihrer Heimatstadt beschäftigt hat, kämpft sie für deren Schließung - zunächst mit Erfolg: Die regionale Umweltinspektion ordnete die Entfernung der Abfälle an. Doch Berina Amidzic und ihre Mitstreitenden vermuten, dass dort weiterhin Müll abgeladen wird. Gemeinsam beginnen sie, Beweise zu sammeln.

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