42 - Die Antwort auf fast alles

Können wir Viren überlisten?

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    Viren sind Meister der Evolution. Sie schaffen es, sich ständig zu verändern, Zellen zu kapern, sich ins Erbgut einzuschleichen und krank zu machen. Wäre es nicht genial, ihnen einfach den Weg abzuschneiden? Zum Beispiel, indem Impfstoffe entwickelt werden, die gegen mehrere Virusstämme wirken. Oder - statt immer nur die Menschen zu impfen, könnte man die Natur impfen! KI kann eingesetzt werden, um Viren aufzuspüren, über die man noch wenig weiß. Indem man die biologische Vielfalt besser schützten, halten sich die Menschen die Viren vom Leib. Ganz auslöschen kann man sie aber nie, und das ist auch gut so. Die meisten Viren „wollen“ dem Menschen nicht schaden. Sie nützen ihm sogar. Sie regulieren Bakterien in den Ozeanen und beschleunigen die Evolution. „Viren sind Meister der Evolution“, sagt der Evolutionsbiologe Morgan Gaïa. Trotzdem sind Viren und Menschen nicht die besten Freunde, sie dringen in die Zellen ein, missbrauchen sie und machen Menschen krank. „Die nächste Pandemie ist nur eine Frage der Zeit“, sagt die Infektiologin Marylyn Addo. Könnte der Mensch nicht schneller sein und die Viren überlisten, bevor sie Schaden anrichten? Der Virusökologe Daniel Streicker arbeitet an einem Impfstoff, der sich unter Fledermäusen selbst verbreitet. So kämen die Viren erst gar nicht zum Menschen. Eine andere Idee: ein Universalimpfstoff, der gleich gegen mehrere Virenstämme schützt. Vogel- oder Schweinegrippe könnten der Menschheit dann nichts mehr anhaben. Das Problem: das dauert. Deshalb suchen Forscherinnen und Forscher weiter nach neuen und alten Viren. Die Krankheitsökologin Barbara Han will den Viren einen Schritt voraus sein. Mithilfe von Algorithmen und künstlicher Intelligenz versucht sie mit ihrem Team, Infektionsherde vorherzusagen, bevor sie entstehen. Könnte man so den nächsten Ausbruch verhindern?

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