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Iraner in Europa - Zwischen Schock und Protest (2026)

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Auf das Leid aufmerksam machen: Schauspielerin Setareh Maleki verteilt in Berlin Porträts von im Iran ermordeten Opfern.


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Auf das Leid aufmerksam machen: Schauspielerin Setareh Maleki verteilt in Berlin Porträts von im Iran ermordeten Opfern.


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In Köln trauert Mojgan Tahvildari um ihren im Iran ermordeten Sohn.

Übersicht

Mit brutaler Gewalt geht das Regime im Iran zum Jahreswechsel 2026 gegen Proteste vor. Menschenrechtsverbände melden Tausende Tote und Verletzte. Die Reportage zeigt, wie tief die iranische Diaspora in Europa erschüttert ist: In Köln trauert eine Mutter um ihren bei den Protesten getöteten Sohn. In Berlin plakatieren zwei iranische Freundinnen Porträts junger Gewaltopfer, um Menschen hierzulande aufzurütteln. In Paris wirbt eine Schriftstellerin und frühere Anti-Schah-Aktivistin unter Exil-Iranern für Solidarität zu einem gemeinsamen Aufbruch.

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    Tausende Tote und Verletzte - so dokumentieren Menschenrechtsverbände die Folgen der Proteste im Iran. Zum Jahreswechsel 2026 geht das Regime mit massiver Gewalt gegen Protestierende vor. Trotz Repression eint viele Menschen im Land weiter der Wunsch zum Aufbruch. Die Reportage zeigt, wie tief die Ereignisse auch die iranische Diaspora in Europa treffen und begleitet Iranerinnen und Iraner, die durch Regimegewalt Angehörige verloren haben und die fern der Heimat an einer besseren Zukunft ihres Landes mitwirken wollen. Auf einer Demonstration in Köln trauert Mojgan Tahvildari öffentlich um ihren 27-jährigen Sohn Aria Alidust, der bei Protesten im Iran von mehreren Kugeln getötet wurde. Mojgans Tochter Parmis spricht zur versammelten Menschenmenge über die Träume ihres Bruders und ruft dazu auf, sich weiter laut Gehör zu verschaffen. In Berlin plakatiert die Schauspielerin Setareh Maleki mit ihrer Freundin Maryam Fotos von im Iran Getöteten, um ihnen ein Gesicht zu geben. Beide bewegt das Schicksal der vielen jungen Gewaltopfer, darunter der Teenager Milad Hasanzade, der seinen Eltern im Bewusstsein der Gefahren einen Abschiedsbrief hinterließ. Die Porträts der Getöteten im Berliner Straßenbild sollen die Menschen aufrütteln. In Paris versucht die Schriftstellerin Chahla Chafiq, Solidarität unter Exil-Iranern zu stärken, die teils über eine mögliche künftige Rolle des Schah-Sohns Reza Pahlavi streiten. Die Schriftstellerin, die in den 70er-Jahren selbst gegen den Schah protestierte, setzt sich heute für einen demokratischen Neuanfang ein und versucht, zwischen unterschiedlichen iranischen Diaspora-Kreisen zu vermitteln.

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