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Ex-Kriegskommandant Ivica möchte sein Hotelgeschäft ausbauen, denn Kroatiens Tourismus boomt. Doch abseits der glitzernden Adria sind Land und Menschen noch gezeichnet vom Krieg. Ein schwieriges Kapitel soll bald offiziell abgeschlossen sein: Die Regierung verfolgt den ambitionierten Plan, Kroatien bis 2026 von allen Landminen des vor über 30 Jahren wütenden Krieges zu befreien. Ist das überhaupt möglich? Der 38-jährige Cicak ist einer der letzten Landminenräumer und blickt in eine ungewisse Zukunft.
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Der 38-jährige Familienvater Cicak ist einer der letzten Landminenräumer Kroatiens. Seit dem Ende des Krieges vor 30 Jahren wurden bereits 300.000 Minen entschärft. Der Job ist gefährlich, in den letzten Jahrzehnten gab es immer wieder Todesfälle unter den Räumern. Die kroatische Regierung will das Kapitel nun abschließen und verspricht, dass bis zum Frühjahr 2026 alle Minen beseitigt sein sollen. Kann dieses ambitionierte Ziel gelingen - und welche Zukunft bleibt Cicak, wenn das Programm endet?
In Kroatiens Küstenstädten wie Skradin, einst hart umkämpfte Frontlinien, ist heute kaum noch etwas von den Altlasten zu spüren. Ivica, Ex-Kriegskommandant und Hotelier, profitiert vom boomenden Tourismus und plant den Bau eines attraktiven „Glampingplatzes“ auf einem geerbten Stück Land. Doch auch seine Familie trägt Narben: Sein Sohn überlebte als Kind nur knapp eine Explosion mit einer Panzerfaust, die er mit Freunden beim Spielen in einem alten Haus fand - ein Erlebnis, das die Schatten der Vergangenheit noch heute spürbar macht.
Dreißig Jahre nach dem Krieg steht Kroatien zwischen Vergangenheit und Neuanfang. Tourismus und Wohlstand haben Einzug gehalten, Kriegsnarben verblassen langsam - doch einige Spuren bleiben - sichtbar oder unsichtbar.
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