Foudre

Schweiz, 2022
bis 00:40
Drama
  • Stereo
  • HDTV
  • 20260316230500
VPS 00:00

Übersicht

Um 1900 in einem Südschweizer Dorf. Als ihre Schwester plötzlich stirbt, muss Elisabeth aus dem Kloster nach Hause zurückkehren. Dort trifft sie drei Jugendfreunde wieder und erkennt, dass Glaube und Sehnsucht eng miteinander verwoben sein können. Emanzipations-Drama der Genferin Carmen Jaquier.

Themen

    Details

    Sommer 1900, in einem Tal in der Südschweiz. Die 17-jährige Novizin Elisabeth steht kurz davor, ihr Gelübde abzulegen. Doch dann zwingt sie der plötzliche Tod ihrer älteren Schwester Innocente das Kloster zu verlassen und nach Hause zurückzukehren. Sie wird auf dem Hof ihrer Eltern gebraucht und verbringt ihre Tage mit harter Feldarbeit. Über die Umstände, wie ihre Schwester gestorben ist, erfährt sie nichts, ihre Eltern wehren ihre Fragen ab. Im Dorf wird hinter vorgehaltener Hand geflüstert, Innocente habe mit allen geschlafen. Die Geheimnisse um den Tod ihrer Schwester treiben Elisabeth an, für ihr Recht auf Wahrheit zu kämpfen. Als Elisabeth drei Jugendfreunde wiedertrifft und kurz danach Innocentes Tagebuch entdeckt, wird ihr klar, dass ihre Schwester ihre Erfahrungen mit ihrem Körper und ihrer Lust dokumentierte und gleichzeitig auf der Suche nach Gott war. Sie fand ihn in ihrem Fleisch und ihrem Herzen. Die rigide christlich-konservative Moral von Familie und Dorfgemeinschaft liess Innocentes Glauben jedoch nicht zu, sie wurde zur Verstossenen und stürzte sich in den Tod. Mit dieser Erkenntnis beginnt für Elisabeth die schmerzhafte, aber auch lustvolle Entdeckung ihrer eigenen Sexualität. Regisseurin Carmen Jaquier erforscht in ihrem Langfilmdebüt «Foudre» in eindrücklich komponierten Bildern weibliche Emanzipation inmitten erdrückender Gesellschaftsnormen. Der «Tages-Anzeiger» schwärmt: «Was für Bilder, was für eine Wucht! Die Genfer Regisseurin Carmen Jaquier erzählt in ihrem Erstling von einer sexuellen Erweckung in den Schweizer Bergen». Die Regisseurin hatte davor verschiedene Kurzfilme gedreht, sowie eine Episode zu «Heimatland», einem filmischen Gemeinschaftswerk von zehn Schweizer Filmemacherinnen und Filmemachern, beigesteuert. Ihren zweiten Langspielfilm «Les Paradis du Diane» realisierte sie in Co-Regie mit Jan Gassmann («Chrigu», «99 Moons»). «Foudre» war für den Schweizer Filmpreis 2023 in der Kategorie «Bester Film» nominiert. «Delikatessen» zeigt das starke Emanzipations-Drama in französischer Originalversion mit deutschen Untertiteln.

    Hinweis

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    La Mère
    Le Père
    Elisabeth
    Joseph
    Emile
    Pierrot
    Regie:Carmen Jaquier
    Drehbuch:Carmen Jaquier
    Kamera:Marine Atlan


    TVinfo
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