Dennis Mohr macht den Pflanzschnitt: Er bringt die Äste des gepflanzten Baumes ins Verhältnis zu den Wurzeln.
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Dennis Mohr macht den Pflanzschnitt: Er bringt die Äste des gepflanzten Baumes ins Verhältnis zu den Wurzeln.

Fachwart für Obstanbau Dennis Mohr mäht seine Streuobstwiesen immer sehr spät im Jahr und lässt die Mahd auf der Wiese liegen, als Nährstofflieferant für die Bäume.

Dennis Mohr prüft sorgsam welche Äpfel er für die weitere Verwertung auf der Streuobstwiese einsammelt.

Fachwirt Dennis Mohr aus Weil im Schönbuch pflanzt einen neuen Baum auf der Streuobstwiese, eine Champagnerbratbirne.


Judith Mohr ist Streuobstpädagogin und Fachwartin für Obstanbau. In der Totholzhecke hat ein Tier Unterschlupf gefunden.

Dem Fachwart für Obstanbau Dennis Mohr ist es ein Anliegen, dass Streuobstwiesen gepflegt werden, sonst vergreisen die Bäume, kippen um und sterben ab, wie hier.

Klimawandel und die Trockenheit setzen auch den Streuobstwiesen zu. Fachwart für Obstanbau Dennis Mohr experimentiert mit anderen Kulturen, wie dem Sanddorn, die besser mit dem veränderten Klima klarkommen.
Übersicht
Judith und Dennis Mohr setzen sich mit Herz und Fachwissen für Streuobstwiesen ein - immer mit Respekt vor dem Baum. „Es ist ein Privileg, dass ich einen Baum schneiden darf“, sagt Dennis Mohr. Als Fachwart:innen pflanzen, schneiden und pflegen sie alte Obstbäume. Sie zeigen, warum Streuobstwiesen mit tausenden Arten ein Schatz sind - und nur durch regelmäßige Pflege erhalten bleiben.
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Streuobstwiesen sind lebendige Kulturlandschaften: Sie verbinden Genuss, Natur und Tradition - Judith und Dennis Mohr aus Weil im Schönbuch setzen sich dafür ein, dass diese Landschaft nicht verloren geht. In Baden-Württemberg ist der Bestand von rund 18 Millionen Obstbäumen 1960 auf etwa 7,2 Millionen 2018 geschrumpft. Für die beiden Frauen ist klar: Ohne Pflege fehlt den Bäumen die Zukunft - und mit ihnen verschwinden auch Lebensräume für Insekten und Vögel. Als Fachwart:innen für Obstanbau - Judith zusätzlich als Streuobstpädagogin - vermitteln sie Wissen und Begeisterung: naturnahe Bewirtschaftung ohne Pestizide, Nistkästen und Insektenhotels für Nützlinge, nur wenige Mahden im Jahr, damit die Wiese blühen darf. Herzstück ist der Obstbaumschnitt: Licht und Luft in die Krone, behutsam verjüngen, Misteln entfernen - immer mit Respekt vor dem Baum. Wenn im Herbst das Obst gesammelt wird, zeigt sich, wofür sich die Arbeit lohnt: Saft, Most oder Cider - und das Aroma alter Sorten.
Hinweis