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Schlechter Schlaf macht reizbar, aggressiv und krank. Immer mehr Menschen leiden unter Schlafstörungen. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Was raubt uns den Schlaf? Und was machen kreative Köpfe daraus? „Twist“ trifft Poetry-Slammerin Aylin Celik, den Künstler Virgile Novarina, die Künstlerin Kate McDonnell, Autorin Tamar Noort und Comic-Zeichnerin Ana Penyas.
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Was raubt uns die Nachtruhe? „Twist“ spricht mit Kreativen, deren Kunst sich um Schlaflosigkeit dreht.Slam-Poetin Aylin Celik treiben viele Sorgen um, die sie nicht zur Ruhe kommen lassen: Was tun gegen Rassismus? Werden junge Stimmen in der Politik gehört? In der Hamburger Elbphilharmonie tritt sie mit einer Montage aus Einschlafpodcast und kreisenden Gedanken auf.Die spanische Illustratorin Ana Penyas erzählt in ihrer Graphic Novel „En Vela“ von Menschen, die nachts wach liegen, weil sie prekär leben. Für sie ist Schlaf ein Luxus - und Schlaflosigkeit eng verknüpft mit Armut.Der Roman „Der Schlaf der Anderen“ von Tamar Noort spielt in einem Schlaflabor. Die Autorin kennt die Qual schlafloser Nächte aus eigener Erfahrung. Doch für sie ist es mehr als ein individuelles Problem: Es hat auch mit ungleich verteilter Care-Arbeit und Überlastung zu tun, wenn vor allem Frauen nachts schlecht schlafen.Die britische Künstlerin Kate McDonnell zeigt ihre große Installation „Night Tides“ in London. Ihr Material: gebrauchte Hotelbettwäsche. Ihre Mission: Sie will Schlaflosigkeit enttabuisieren.Der Pariser Künstler Virgile Novarina hält Schlaf für vollkommen unterschätzt. Mit öffentlichen Schlafperformances in Schaufenstern wirbt der „Botschafter des Schlafes“ dafür, dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Er hält auch Vorträge in Gefängnissen und zeigt Inhaftierten, wie sie Schlaf als Moment der Freiheit nutzen können.
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