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Im Zeitalter der Entdeckungen erkundeten die Seefahrer Europas nicht nur ferne Länder, sondern legten auch den Grundstein für eine meist gewaltsame Kolonialpolitik, die bis heute fortwirkt. Das setzte Schiffe voraus, die lange Strecken über die Weltmeere ermöglichten. Welche Innovationen im Schiffsbau waren notwendig? Ein Wrack vor der schwedischen Küste könnte Aufschlüsse geben.
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In der Renaissance begannen die Europäer, die auf einem Kontinent mit vielen Häfen lebten, sich über die Alte Welt hinauszuwagen: das Zeitalter der Entdeckungen. Nach und nach unterwarfen die europäischen Seefahrernationen fremde Kontinente, Länder und Menschen - in aller Regel mit schrecklichen Folgen für die Betroffenen. Bis in unsere Zeit wirkt diese imperiale Expansion und koloniale Ausbeutung nach.
Erkundungsfahrten über Atlantik, Pazifik und den Indischen Ozean setzen allerdings Schiffe voraus, mit denen eine solch lange Reise möglich ist. Sie mussten stabil und wendig sein, eine Mannschaft musste auf ihnen überleben können und sie mussten genügend Vorräte für Monate auf See fassen.
Das Zeitalter der Entdeckungen setzte einen massiven, hochseetauglichen Schiffstyp voraus, der auch zur Erkundung weit abgelegener Weltregionen eingesetzt werden konnte und nicht nur küstennah unterwegs war. Schiffshistoriker haben lange gerätselt, wie es zu einer so bedeutenden Innovation im Schiffsbau kam. Nur wenige Wracks aus jener fernen Zeit existieren noch, nur grobe und oft unvollständige Zeichnungen sind noch erhalten.
Vor der Küste Schwedens wurde das Wrack eines jener Schiffe gefunden, das aus der Übergangszeit zwischen dem alten und dem neuen, wegweisenden Schiffstyp stammt, aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Unterwasserarchäologinnen und -archäologen erforschen jetzt die schiffstechnischen Geheimnisse der Gribshunden („Greifhund“) und wollen herausfinden, was im außergewöhnlich gut erhaltenen Wrack dieses ehemaligen Superschiffs noch verborgen liegt.
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