Wer ist Pierre Richard? Die Dokumentation versucht, das Talent in all seinen Facetten darzustellen.
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Wer ist Pierre Richard? Die Dokumentation versucht, das Talent in all seinen Facetten darzustellen.

"Der große Blonde mit den roten Haaren" steht für Pierre Richards slapstickhafte Art des Humors.

Pierre Richard, der Regisseur: eine Rolle, die er genauso gut erfüllte wie die des Komikers.

Pierre Richard konnte in viele Rollen schlüpfen. Hier ist er als Cowboy zu sehen.
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Pierre Richard, das war der sympathisch-zerstreute Tollpatsch aus „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“. Weniger bekannt ist, dass der französische Schauspieler in den 1970er Jahren auch politische Slapstick-Komödien schrieb, inszenierte und selbst darin spielte. Diese zeitkritischen Filme zeigen eine weniger bekannte Facette des wohl letzten großen französischen Komödianten.
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Pierre Richard kennt man als ewigen Tollpatsch aus „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“. Er spielte darin einen zerstreuten Geiger, der aus Versehen ins Visier von Geheimdiensten gerät. Wie viele Komiker, auch die amerikanischen Slapstick-Komiker, trat er von Anfang an als eine ganz bestimmte Figur auf: Harold Lloyd war der Durchschnittsamerikaner, der nach Unterhaltung, nach Neuerung und Modernität gierte. Chaplin war der Vagabund, der gesellschaftliche Außenseiter. Pierre Richard verkörperte auf ganz klassische Weise den zerstreuten Anti-Helden, der unverschuldet in die Bredouille gerät.
Weniger bekannt ist, dass Pierre Richard beispielsweise beinahe der Ballett-Truppe von Maurice Béjart beigetreten wäre, der ihn vortanzen ließ und seine Gelenkigkeit und seine Sprungkraft so überzeugend fand, dass er ihn engagieren wollte. Außerdem war Pierre Richard Theaterschauspieler, Sänger, Drehbuchautor und Regisseur von sechs kreativen, sehr persönlichen und politischen Filmen, die davon zeugen, dass er sich - wie er selbst sagt - „immer empören muss“.
In „Der Zerstreute“ kritisierte Pierre Richard die Allgegenwart der Werbung, in „Alfred, die Knallerbse“ die Massenverblödung durch Gameshows im Fernsehen und in „Ich weiß von nichts und sage alles“ den Handel mit Waffen. Als letzter großer Komödiant nach Jerry Lewis, Tati und Etaix litt auch Pierre Richard unter dem Fluch des Genres, mit dem er berühmt geworden war. Gute Komödien sind anspruchsvoll, oft unterschätzt - beliebt beim Publikum, aber von der Kritik nicht selten auf bloße Gagfolgen reduziert.
„Pierre Richard - Komiker par excellence“ zeigt den französischen Starschauspieler als leisen Poeten, dessen vielschichtige Persönlichkeit, künstlerische Ambitionen und gesellschaftliches Engagement oft hinter seinem Image als Erfolgskomiker zurücktraten.
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