Übersicht
Die spanische Stadt Zamora begeht die Karwoche vor Ostern mit zahlreichen Prozessionen. Tausende Menschen ziehen dabei durch das alte, malerische Städtchen. Da Fleisch in dieser Zeit tabu ist, gibt es Fischgerichte wie Bacalao a la Tranca. Außerdem gibt es viel stärkendes Gebäck wie die knusprig frittierten kastilischen „Blumen“, Florones Castellanos.
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Rosa González lebt etwas abseits vom religiösen Trubel, der in der Zeit vor Ostern in Zamora im Nordwesten Spaniens einkehrt. Die begeisterte Köchin kennt die Traditionen und Gerichte, die mit der Karwoche verbunden sind. Wenn sie den Fasteneintopf Potaje de Vigilia oder geschichteten Kabeljau zubereitet, probiert sie moderne Varianten der überlieferten Rezepte aus.Rosas Freundin Asun Codesal kocht genauso gern und gut, und ist während der Semana Santa („Heilige Woche“) im religiösen Dauereinsatz. Von Gründonnerstag auf Karfreitag, wenn Tausende Gläubige mit Masken und Spitzhüten bekleidet die Heiligenfiguren durch die Stadt begleiten, ist für Asun und ihre Familie an Schlaf kaum zu denken.Ostern ist eine Zeit des süßen Gebäcks, das privat und in den vielen Nonnenklostern zubereitet wird. Rosa und Asun versuchen sich an Aceitadas aus Eiern, Mehl, Zucker und dem namengebenden Olivenöl - Aceite de Oliva. Tierische Fette haben nichts im Karwochengebäck zu suchen, dafür aber ein kräftiger Schuss Anisessenz. Mit einem speziellen Brandeisen frittiert Rosa außerdem knusprige Florones Castellanos - kastilische Blumen. Dazu gibt sie goldgelben Honig aus ihrer eigenen Bienenzucht. Auf der kastilischen Hochebene - der Meseta - regnet es wenig. Die Region rund um die Stadt Zamora und den Fluss Duero ist bekannt für Wein und Hülsenfrüchte. Insbesondere Kichererbsen sind traditioneller Bestandteil vieler Gerichte. Da Kastilien keinen Meereszugang hat, ist in der fleischlosen Karwoche gepökelter Kabeljau der Fisch der Wahl.
Hinweis
Online verfügbar von 11/04/2026 bis 12/05/2026
Personen
| Regie: | Claus Wischmann, Alba Vivancos Folch |