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Die Künstliche Intelligenz verspricht so etwas wie eine Revolution im Umgang mit der sorbischen/wendischen Sprache. Die Frage ist jedoch, ob die Gefahren größer sind als der mögliche Nutzen.
Kaum ein Sprecher des Niedersorbischen kommt ohne digitale Helfer aus. Das umfangreiche niedersorbische Wörterbuch bietet einen Zugang zu gesuchten Vokabeln sogar auf dem Handy. Übersetzungsprogramme erschließen Nachrichten und Literatur zumindest in Ansätzen auch einem deutschen Publikum. Leistungsstarke Programme wie Copilot oder ChatGPT liefern Übersetzungen, die auf den ersten Blick perfekt wirken und sogar beim Spracherwerb Unterstützung anbieten. Tatsächlich ist aber die Künstliche Intelligenz fehleranfällig, was vor allem bei einer kleinen Sprache fatale Auswirkungen haben kann. Was droht, wenn sich eine kleine Sprache der Macht von Algorithmen anvertraut, deren Funktionsweise nur wenige Eingeweihte kennen? Blockiert Künstliche Intelligenz am Ende sogar die Revitalisierung der sorbischen Sprache?
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Personen
| von: | Anja Koch-Schwarz, Luka Golinski |