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Als der ehemalige ARD-Moderator Andreas Bönte nach dem Tod seiner Mutter und seines Onkels den Nachlass durchsieht, findet er zwei Kisten voller Dokumente und Fotos vom Großvater. Dazu einen Reichsadler aus Marmor, auf einem Hakenkreuz. Sein Großvater war Nazi. Für Andreas Bönte war das ein Schock. Der bekannte Journalist hatte sich während seiner beruflichen Laufbahn unentwegt für die deutsche Erinnerungskultur eingesetzt: Niemals sollen die Verbrechen der Nazis vergessen werden. Seine Familie hatte derweil geschwiegen. Jahrzehntelang. Über den Selbstmord des Großvaters kurz vor Kriegsende. Und über das, was er in der NS-Zeit getan hat.Andreas Bönte begibt sich auf Spurensuche. Er bricht das Schweigen. Er stellt sich den Dämonen der Familie, auch seinen eigenen. Was genau hat sein Großvater getan? Welche Folgen hatte das für die Familie? Bönte durchforstet Archive, spricht mit Historikern. Er rekonstruiert die Pogromnacht 1938. Sein Großvater spielte eine zentrale Rolle. Am Ende bleibt kein Zweifel: Er war nicht Mitläufer. Er war Täter. Und seine Taten wirken bis heute nach.
Hinweis
Der Film von Christian Stücken ist ab 1. April 2026 in der ARD-Mediathek und auf dem BR24 YouTube Kanal abrufbar.