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In Ungarn wird am 12. April 2026 gewählt. In dieser Folge von „Tracks East“ geht es unter anderem zu einer streng kontrollierten Wahlkampfveranstaltung der Regierung. Herausforderer Péter Magyar mobilisiert vor allem junge Wählerinnen und Wähler, wohingegen der amtierende Regierungschef Orbán insbesondere auf dem Land viele Anhänger hat.
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Seit 2010 regiert Viktor Orbán mit Fidesz - und setzt im Wahlkampf 2026 alles auf das Thema Frieden. Bei groß inszenierten Anti-Krieg-Events auf dem Land präsentiert er Ungarn als Bollwerk gegen ein vorgeblich kriegstreiberisches Brüssel. Er schürt immer wieder die Angst, dass Ungarn in den Krieg hineingezogen werden soll. Wer am Ende als Gewinner der Wahl hervorgeht, ist dieses Mal nicht ganz klar. Herausforderer Péter Magyar werden gute Chancen eingeräumt.
Die Journalistin Hanna Solti erhält nach langem Anmeldeprozess Zugang zu einer Wahlkampf-Veranstaltung. Sie erlebt eine streng kontrollierte Bühne, regierungsnahe Berichterstattung und wenig Platz für kritische Fragen. Im Gespräch beschreibt sie, wie sich die Bedingungen für unabhängigen Journalismus in den vergangenen Jahren verschärft haben - und warum sie dennoch weiter berichtet.
Szilvi Német zeigt einen Teil der digitalen Seite des Wahlkampfs. Die Journalistin deckt ein Netzwerk aus fast 100 KI-generierten Facebook-Profilen auf, die scheinbar private Inhalte posten - es sich letzten Endes jedoch um gezielte Fidesz-Propaganda handelt.
Auf dem Land trifft „Tracks East“ die Unternehmerin Bea Molnar. Sie organisiert Jagdreisen - früher sogar nach Russland - und steht fest hinter Orbán. Für sie verkörpert er Stabilität und vertritt die nationalen Interessen. Zwischen ländlicher Loyalität, digitaler Manipulation und wachsender Opposition durch Péter Magyar stellt sich die Frage: Kann der Herausforderer Orbán wirklich gefährlich werden?
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